Ausstellungsansichten

"transparente distanz“ Kommunale Galerie Berlin Wilmersdorf, 2011

"transparente distanz“ Kommunale Galerie Berlin Wilmersdorf, 2011

 

"adapter" Gemeinschaftsarbeiten mit Jörn Gerstenberg, Galerie Axel Obiger, Berlin, 2013

"adapter" Gemeinschaftsarbeiten mit Jörn Gerstenberg, Galerie Axel Obiger, Berlin, 2013

"adapter" Gemeinschaftsarbeiten mit Jörn Gerstenberg, Galerie Axel Obiger, Berlin, 2013

"Flashback“ berg 19 raum für fotografie, Berlin, 2009

"Flashback“ berg 19 raum für fotografie, Berlin, 2009

Galerie Axel Obiger, Berlin, 2011

"haltung-kinesik-kontext" Galerie Axel Obiger, Berlin, 2012

"retreat", Installation, für die Ausstellung "Ankunft" im Übergangswohnheim Marienfelde, Berlin, 2013

Erinnerungen sind weder statisch noch fixiert, sondern wie jede andere physische oder psychische Aktivität in soziale Zusammenhänge, Lebensstile und individuelle Formen der Lebensgestaltung eingebunden. Es muss einen Bezugsrahmen geben, um Erinnerungen wachzurufen; einen solchen Kontext bildet für Gabriele Worgitzki die Ausstellungssituation im Übergangswohnheim Marienfelde. Die Künstlerin lebte im Alter von fünfzehn Jahren nach der Ausreise der Familie aus der DDR für ein halbes Jahr in verschiedenen Übergangswohnheimen. Auf der Grundlage ihrer Erinnerungen an dieses einschneidende Erlebnis entfaltet sie zwei räumliche Ensembles, die auf verschiedenen Ebenen das vorangegangene Befinden in diesen provisorischen Zwischenstationen aufgreifen. Indessen bleibt es nicht bei einer augenblicklichen Konfrontation mit dem Erinnerten. So rückt Worgitzkis Arbeit ‚Retreat’ entfernte, persönliche Erfahrungen in unsere aktuelle Gegenwart und nimmt gleichermaßen Bezug auf die derzeitige Nutzung des Übergangswohnheims. Die Installation oszilliert zwischen Kunst und Design, zwischen ästhetischem Gegenstand und trivialem Nutzobjekt. Das Environment auf Tatamimatten stammt aus dem Lebensalltag der Künstlerin und ermöglicht alle Arten einer nicht zielgerichteten Aktivität wie Ausruhen, Nachdenken, Herumsitzen oder Liegen. Worgitzkis Gebrauchs-Setting will einen direkten Zugang evozieren. Nicht als Rekonstruktion oder als Bühnenbild, sondern als gegenwartsbezogene und höchst subjektive Annäherung an den Ort und an die Gefühle und Gedanken, die mit der dortigen fehlenden Trennung von Privatsphäre und Öffentlichkeit verbunden waren. Wie die titelgebende Begriff ‚Retreat’ bereits andeutet, ist das installative Setting ein Angebot, die Arbeit prozessual zu erfahren, sich aus dem Alltag zurückzuziehen und zur Ruhe zu kommen; in welcher Weise, mit welchen Inhalten, das hängt von den subjektiven Erfahrungen des Einzelnen ab.
Birgit Effinger

"retreat", Installation, in der Ausstellung "Ankunft" im Übergangswohnheim Marienfelde, Berlin, 2013

"homesick" Ausstellungsansicht von "Ankunft" im Übergangswohnheim Marienfelde, Berlin, 2013

Worgitzkis wandfüllende Zeichnung nimmt die Durchgangssitation ihres Ortes thematisch auf: Die Zeichnung geht auf eine Fotografie aus dem Familienarchiv zurück, die den jüngeren Bruder inmitten der bereits gepackten Umzugskisten, kurz vor der baldigen Ausreise zeigt. Die nunmehr unterschwellige Andeutung der biographischen Umbruchsituation findet genau den feinen Grad zwischen Abbild und Stimmung, zwischen Zustandsbeschreibung und emotional aufgeladenen Klangfarben. Gabriele Worgitzkis räumliche Ensembles offerieren somit einen Rahmen, um im Spannungsfeld zwischen Verinnerlichung und Verräumlichung eine eigene reflektierende und emotionale Sicht auf das Leben im Übergangswohnheim Marienfelde zu entfalten.

Birgit Effinger

"homesick" Detail, Ausstellungsansicht von "Ankunft" im Übergangswohnheim Marienfelde, Berlin, 2013

 

"Essenz des Augenblicks" Galerie Kunst2, Heidelberg, 2014

"Transit“ Museum der Stadt Bad Hersfeld, Bad Hersfeld, 2009

"der gedehnte Blick“ Schloss Wolkersdorf, Wolkersdorf, 2010, A

Ansicht Projektion von "Wedding_2" im Kinosaal in der Ausstellung "Edition Longplay“ in der Gerischstiftung, Neumünster, 2016

"Edition Longplay“ in der Gerischstiftung, Neumünster, 2016