Ausstellungsansicht Stadtgalerie Lehen, Foto: Christian Ecker

„Baustelle des Imaginären, wenn Häuser träumen“ Video, 9 min, loop, 2020

„Wedding_2“ Video 9 min, loop, 2012

Ausstellungsansicht „phantasma“ Galerie Irrgang, Leipzig, 2020

Gabriele Worgitzki entwickelt Bilder und Videos, die sich dem Phänomen Zeit nähern. Wir befinden uns in Räumen mit Menschen und irgendwie scheint die Zeit der Protagonisten und ihres Umfelds nicht synchron zu verlaufen. Der eine gehetzt, der andere ruhend, das Umfeld rasend.
Zeitqualitäten, die sich überschneiden, an einem Ort zusammentreffen und nicht aneinander angeglichen wurden. Geschwindigkeiten werden abgebildet und Zeitläufe, die sich durchmischen und doch nicht berühren, dafür bedürfte es einer Frage oder einer Handlung. Entschuldigung, wie spät ist es? Gabriele Worgitzki zeigt uns Bilder von der Vereinzelung im Gemeinsamen. Sie macht uns auf eindringliche und nachhaltige Weise bewusst, dass es keine Gegenwart gibt, sondern nur Gegenwärtigkeiten, die sich an Orten überlagern, aber selten im Gleichtakt laufen. Die Differenz der Geschwindigkeiten ist gleich der Distanz zwischen mir und dir, der Stadt und uns.
Alles was wir tun können, ist uns auf der Bühne der Geschwindigkeiten zu einer kurzen Reise zu verabreden. Einen Takt definieren, diesem zu folgen, für einen Moment oder eine Dauer. Dann wird aus rasen eine Reise und aus Stillstand eine Pause, aus einem Moment ein Monument. (Daniel Kerber)

„Skuka“ Video, 3 min, loop, 1999

Das Video basiert auf Lochkamerafotografien, die während einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking entstanden sind. Die Bilder wurden durch Überblendungen miteinander verbunden. Die elektronische Musik stammt von Olaf Rupp und greift klanglich die Geräuschwelt des Zugfahrens auf.

„avenue a, eine Strassenkreuzung in NY“ Video, 2000

Ausstellungsansicht „transparente distanz“ Kommunale Galerie Berlin Wilmersdorf, 2011